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Das Kultursymposium “Teilen und Tauschen” des Goethe Instituts vom 1. bis 3. Juni 2016 in Weimar

7. Dezember 2015 | Add a Comment

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Das Goethe Institut veranstaltet vom 01. bis 03. Juni 2016 ein großes Kultursymposium in Weimar: „Teilen und Tauschen“.

Teilen und Tauschen sind Grundlagen menschlicher Kulturpraktiken. Sie spielen in armen Ländern eine ebenso große Rolle wie in Wohlstandsgesellschaften. Wann aber teile ich überhaupt – und mit wem? Welche gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen ergeben sich aus den verschiedenen Erscheinungsformen des Teilens und Tauschens? Was bedeutet Vertrauen in Zeiten von Couchsurfing oder Car Sharing?

Rund 60 Veranstaltungen an 12 Spielorten in Weimar
Auf dem „Kultursymposium Weimar“ sucht das Goethe-Institut auf rund 60 Veranstaltungen an 12 Spielorten und gemeinsam mit ca. 300 ExpertInnen aus Kultur, Wirtschaft und Politik, Antworten auf diese Fragen. KünstlerInnen, junge WissenschaftlerInnen und Studierende treffen mit Meinungsführern aus aller Welt zusammen. Auf dem Symposium treffen Philosophen aus Brasilien auf Aktivistinnen aus Finnland, amerikanische Künstler auf junge Wissenschaftler aus Europa und dem Nahen Osten, Studierende aus Weimar auf Meinungsfuhrerinnen aus Hongkong. Zugesagt haben unter anderen Yochai Benkler (Harvard), Rachel Botsman (Sydney), Ute Frevert (Berlin), Eva Illouz (Jerusalem), Antonio Negri (Padua), Hartmut Rosa (Jena), Tomaš Sedlaček (Prag) und Joseph Vogl (Berlin). Eröffnen wird der Bundesminister des Auswärtigen Frank-Walter Steinmeier. Für das Kultursymposium wurde ein Kuratorium eingerichtet, dem Aleida Assmann, Christina von Braun, Lars Gustafsson, Neil MacGregor, Petros Markaris und Robert Wilson angehören.

Vorträge, Podiumsdiskussionen, World Cafés, Tauschperformances und mehr
Neben klassischen Formaten wie Vorträgen und Paneldiskussionen bietet das Kultursymposium auch World Cafés und Fish Bowls, Tauschperformances und künstlerische Interventionen. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Spielorten in Weimar statt, darunter der Oberlichtsaal der Bauhaus-Universität oder das E-Werk. Das Symposium soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

kartePerspektiven aus dem Ausland
Ab Ende 2015 bis zur Veranstaltung in Weimar werden sich die Goethe-Institute im Ausland mit dem Thema Teilen und Tauschen aus internationaler Perspektive befassen. So setzt sich das Goethe-Institut mit der Institution des kollektiven, vertrauensbasierten Spargeschafts „Tontine” aus Abidjan und Ouagadougou auseinander. In Bratislava geht es um die Frage, ob die neuen, noch stark westlich gepragten Trends von „Car”- bis „Food-Sharing” auch auf Lander ubertragbar sind, die zuerst den Sozialismus und dann einen regelrechten Privatisierungsboom in den Neunzigerjahren uberstanden haben. Die Goethe-Institute in Abidjan, Bratislava, Buenos Aires, Jakarta, Kairo, New York, Porto Alegre, Thessaloniki, Sao Paulo, Soia, St. Petersburg oder Wellington bereichern das Symposium um weitere kulturelle Perspektiven.

Kunstaktionen und Programme zum Mitdiskutieren
Neben Vortragen und Diskussionen bietet das Kultursymposium auch partizipative Programmpunkte wie „Fish Bowls“ und Tauschperformances, außerdem sind verschiedene kunstlerische Formate Teil des mehrtägigen Festivals. Dazu gehort unter anderem die Deutschlandpremiere von „Being Faust –Enter Mephisto“, in dem Werte und Ideale zum Tausch angeboten werden. Das „ig Game” ist eine Kombination aus begehbarer Installation, Kartenspiel und elektronischer Vernetzung. Auf dem Programm steht außerdem eine Kunstaktion zum „ula-Ring”. Im Sudpaziik zirkulierten von Insel zu Insel im Uhrzeigersinn Halsketten aus kleinen roten Muschelplättchen und Armbander ohne unmittelbaren Nutzen für den Empfänger. In Weimar wird der „ula-Ring” aufgegriffen von einer Installation mit Originalobjekten, einer partizipativen Kunstaktion und einer Fotoserie. Produziert wird diese Aktion vom Goethe-Institut Singapur zusammen mit Antje Majewski (Berlin) und Newell Harry (Australien). Beteiligen werden sich zahlreiche zeitgenössische KünstlerInnen aus Sudostasien, Afrika, Nahost und Europa.

Das Kultursymposium im Netz
Das Kultursymposium wird auf zahlreichen Plattformen im Netz digital begleitet. Neben der Website wurden eigene Kanäle auf Facebook, Twitter und Instagram eingerichtet, die bereits im Vorfeld vertiefende Informationen zur Veranstaltung eröffnen, aber auch die breite Themenlandschaft des “Teilens” und “Tauschens” markieren. Bis zum Beginn des Festivals werden über die sozialen Medien einzelne Protagonisten und Teilnehmer des Festivals, sowie die Veranstaltungsorte vorgestellt. Während des Symposiums wird es eine Liveberichterstattung auf diesen Plattformen geben, die von einem Livestream und anderen Formaten flankiert wird. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt durch die Kulturkonsorten gemeinsam mit dem Projektteam. Verbindender Hashtag aller Postings ist der Hashtag #KSWE16.

Website: http://www.goethe.de/kultursymposium
Verbindender Hashtag: #KSWE16
Facebook: https://www.facebook.com/kultursymposium/?fref=ts
Twitter: https://twitter.com/kultursymposium
Instagram: https://instagram.com/kultursymposium/



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