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“Mission completed”: Nachlese zum Tweetup im Museum Villa Stuck

24. Februar 2013 | 2 Comments
Der twitternde Museumsdirektor Michael Buhrs / Foto: Katrin Dengler

Der twitternde Museumsdirektor Michael Buhrs / Foto: Katrin Dengler

Es war ein rauschendes Fest. An die 60 Gäste hatten sich am Samstagabend (23.02.2013) eingefunden, um den großen Franz von Stuck zu feiern. 150. Geburtstag! Im Museum Villa Stuck. Und im Internet.

Der Direktor Michael Buhrs und die Kulturkonsorten begrüßten, – dann führte die Sammlungsleiterin Margot Th. Brandlhuber mit spürbarer Begeisterung durch die historischen Räume der als Gesamtkunstwerk konzipierten und hervorragend rekonstruierten bzw. restaurierten Villa: Vestibül, Empfangssalon, Musikzimmer, Speisezimmer und schließlich als Krönung ins alte Atelier des Künstlers.
Das Haus ist höchster Ausdruck des Lebensgesamtkunstwerks des Künstlerfürsten. Alle Räume sind bis ins Detail vom Künstler selbst entworfen und als Meisterwerke der Raumkunst erhalten. Der Bau der Villa Stuck verkörpert eine Architektur, die unmittelbar in die moderne Baukunst führt. Alles ist von Stucks persönlichem Stil geprägt, dem es gelingt, Elemente aus Antike, Byzanz, Orient und Hochrenaissance zusammen mit neuesten Entwicklungen des späten 19. Jahrhunderts zu einem eigenständigen, höchst eigenwilligen Gesamtkunstwerk von internationalem Rang zu gestalten.

Hörspiel und Couch-Twittern
Wer wollte, konnte sich bereits am Morgen des Tages mit einem ausführlichen Hörbeitrag auf Bayern 2 auf den Event einstimmen und dann wahlweise live vor Ort, oder vom heimischen Sofa aus dem Tweetup über die Twitterwall beiwohnen:

Teilnehmer zwischen 6 und 50 Jahre, – und ein twitternder Museumsdirektor
Für die Live-Twitterer (im Alter von 6 bis um die 50 Jahre) ging es dann knapp 2 Stunden durch die Lebensgeschichte Stucks und in die Kunstgeschichte des 19. und frühen 20.Jahrhunderts. Immer mit dabei und mittendrin, der fleissig (sogar beidhändig) twitternde Direktor des Museums. Bei weitem keine Selbstverständlichkeit (in Deutschland) und ganz sicher eine vorbildliche Leistung für gelebtes Social Acting. Genau deshalb machen wir das.

Absolute Reach des Events

Absolute Reach des Events

840 Tweets mit  747.000 Sichtkontakten
Im Kontext des Events haben wir am gesamten Veranstaltungstag mit 840 Tweets eine Reichweite von 747.000 Sichtkontakten (Absolute Reach) erzielt. Tatsächlich ebbten die Tweets auch im Angesicht der Länge des Tweetups über 2 Stunden nicht ab, sondern produzierten einen kontinuierlichen Flow, – der manche Timeline wohl zum Rauchen brachte:

Twittern in fünf Sprachen und mit hohem Informations- (und Emotions-)gehalt
Wer sich über die verschickten Tweets in mindestens fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch) ein Bild machen möchte, kann das in der Storify-Dokumentation gerne tun. Die Vielzahl der Retweets (rund 1/3 aller Tweets) machen deutlich, dass diesmal auch inhaltlich eine hohe Qualität erreicht wurde. Aus ganz Deutschland wurde interagiert, Fragen an die Twitterer vor Ort gestellt (die nach Möglichkeit sogar aus der Crowd auch beantwortet wurden) und Anmerkungen zu Stuck und seinem Werk beigebracht.

Sternenhimmel im Musikzimmer der Villa Stuck

“Mission completed”
Um es einmal ganz klar zu sagen, – diesmal war im Tweetup alles drin, was man sich wünschen kann: eine begeisternde Führung durch ein faszinierendes Haus, ein aktiv teilnehmendes Museum, jede Menge Dialog und Interaktion zwischen dem digitalen und leibhaftigen Publikum, wirklich gute Inhalte mit Meta-Informationen zu Stuck (Links auf “related content” im Web, Werke in anderen Museen, Literaturhinweise, etc.) und ein tolles Publikum aller Alterstufen, das einfach Spaß hatte. Lieber Franz, lieber Michael, das war ein gelungener Abend. So kann’s weitergehen.

Geburtstags-Tweetup in der Villa Stuck, mucbooktv, Fotos, Interviews und Video: Viviana D’Angelo
Redaktion: textbau.com, veröffentlicht am 25.02.2013

Filed in: Tweetups | Tags: , , , , , , ,

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