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Über die Kunst der Kopie – Nachlese zu Degas in der Kunsthalle Karlsruhe: Tweetup #DegasSKK

18. November 2014 | 5 Comments

Am 14.11.14 hatte die Kunsthalle Karlsruhe zum ersten Tweetup geladen: “DEGAS. Klassik und Experiment“. Mit dem Kurator der Ausstellung, Dr. Alexander Eiling, flanierten Twitterer und Blogger im Rahmen einer exklusiven Führung durch das Werk des großen französischen Impressionisten. Dabei wurde schon im ersten Ansatz deutlich, welchen besonderen Wert der Tweetup versprach: die Führung durch einen begeisternd erzählenden Experten und die Chance einer exklusiven Öffnung der ansonsten sehr gut besuchten Ausstellung (seit Eröffnung bereits über 6.000 Besucher).

Die Kunsthalle präsentiert die Ausstellung vom 8. November 2014 bis zum 1. Februar 2015 und vereint Werke aus rund 50 Jahren von Degas’ Schaffen. Ausgehend vom Bestand in der eigenen Sammlung und ergänzt durch zahlreiche internationale Leihgaben werden sowohl die klassischen Bezugspunkte seiner Kunst als auch die experimentellen Verfahren seiner Bildherstellung in den Blick genommen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Degas’ Porträts und Landschaften und Historienbilder. Sie zeigen eine andere, weitgehend unbekannte Seite des berühmten Künstlers.

Über tausend Tweets
Gut 1450 Tweets waren im Vorfeld des Tweetups und bei der Veranstaltung selbst durch die Timeline gerauscht und mit dem Hashtag #DegasSKK gekennzeichnet. Sie haben gesamt knapp 1,8 Mio Impressions erzielt (Auswertung via Tweetarchivist). Die Kunsthalle selbst hatte mehrsprachig getwittert und mit einem, in jeder Hinsicht vorbildlichen und professionell agierenden, Engagement Qualität und Reichweite des Events modelliert.

Der Wert der Kopie
Im Rahmen des Veranstaltung wurden die Twitterer zwar durch die gesamte Ausstellung geführt, konnten sich aber unter fachkundiger Anleitung des Experten, auf verschiedene Themenstellungen im Werk von Degas vertiefen. Eine dieser Themenstellungen war die Frage nach der Funktion der Kopie im Werk des Künstlers. Das Phänomen des Kopierens ist so alt wie die Kunst selbst. Aber gerade heute, im Zeitalter von „Copy & Paste“ gewinnen Fragen nach dem Stellenwert von Originalität eine besondere Aktualität – bisweilen auch Brisanz. Die Kunsthalle hatte dem Phänomen des Kopierens bereits 2012 eine Ausstellung gewidmet (“Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube“) und brachte diese Fragestellung nun auch wieder in die Degas-Ausstellung ein:

 

 

Eine Auswahl der Beiträge zum Teeetup haben wir im Storify zusammengestellt:

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