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Tweetup in einer Ausstellung, die es nicht gibt

24. September 2013 | 16 Comments
Tweetup im White Cube

Tweetup im White Cube

Angesichts der Vielzahl jüngst durchgeführter Tweetups möchte man meinen es wäre nun gut und durch und etabliert. Alle Varianten wären versucht, alle Orte bespielt, alle Register gezogen. Aber nein, da geht noch was. Und das eröffnet noch einmal einen gänzlich neuen Horizont der Möglichkeiten.

Eine Ausstellung, die es nicht gibt
Wir veranstalten einen Tweetup in einer Ausstellung, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Am 21.10.2013, – in einem leeren Saal in einem realen Museum in München. Die Twitterati, diesmal werden es nur geladene Gäste sein, bringen jeweils das Bild eines Kunstwerks im Kopf mit und werden nacheinander darüber twittern, 45 Minuten lang. Mit im Raum wird ein Guide sein, der, wie bei einer regulären Führung, über die “mitgebrachten” Werke informiert und als Impulsgeber fungieren wird.

Die große Abstraktion und das Geistige in der Kunst
Jeder teilnehmende Twitterer sucht sich selbst ein Kunstwerk aus, das, als einzige Bedingung, dem Thema “Abstraktion” zuzuordnen ist. Künstler, Ort, Technik, Datierung etc. sind völlig freigestellt. Wir erwarten Malewitsch, Kandinsky und Ives Klein genauso gern wie Fotografien von Man Ray und Architektur von Rem Koolhaas. Das ausgesuchte Werk wird dann kurz an die Veranstalter kommuniziert.

“Out of the Blue”
Die Idee zu dieser Veranstaltung wurde von Marion Schwehr an die Kulturkonsorten herangetragen. Hintergrund ist Marions Literaturprojekt “Out of the Blue” und die These, dass das Internet zu einem Umbruch in der narrativen Literatur führen wird. Das Projekt  unternimmt den Versuch, diesen Umbruch der Literatur voranzutreiben und mitzugestalten. Der Tweetup zählt zu einem (von mehreren) Projekten, die diese These manifestieren.

Zusammenspiel, Loops, Neuschöpfung
Bei unserem Tweetup geht es diesmal besonders um das Zusammenspiel zwischen dem Guide und den Twitterati untereinander. Es geht um gegenseitigen Input, Befruchtung und Verarbeitung. Wir hoffen auf zirkulierende Mehrfachschleifen und immer neue Loops, in denen Informationen und Eindrücke weiterverarbeitet werden. Der Tweetup ist demzufolge nicht auf die Vermittlung von Inhalten ausgerichtet, sondern auf die Neuschöpfung einer “Ausstellung” – als Ereignis und Text. Am Ende ensteht aus der Vielfältigkeit der einlaufenden Tweets eine Art von Poesie, Literatur, – und am Ende gar ein Buch.

Experiment
Wir sind uns im klaren: Dieser Tweetup ist ein Experiment.  Das kann gut gehen und etwas Neues produzieren, oder eben nicht. Aber genau das ist die Herausforderung. Wir blicken jedenfalls gespannt auf den 21.10. und freuen uns, wenn Ihr da draußen an den Monitoren und Smartphones mitlest und mitmacht. Tweetup!

Tweetup: am 21.10.13
Zeitraum: 18.30 – 19.15 h
Ort: Haus der Kunst, München

Hashtag: #outofblue  

Hinweis: Für die Teilnahme am Tweetup vor Ort im Museum werden die Twitterer von uns direkt eingeladen. Mitlesen, Mitmachen und Eingreifen von außen über den Hashtag kann jeder und ist ausdrücklich erwünscht. Einige Plätze sind darüber hinaus auch für Bewerbungen reserviert. Wer sich also zur Teilnahme bewerben möchte, kann sich über die Mailadresse info@kulturkonsorten.de  gerne melden. Die finalen Teilnehmer werden von uns per Mail benachrichtigt.  

 

 

TWITTERWALL

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Comments (16)

  1. Wow! Ein Tweetup dieser Art ist sicher eine Herausforderung für alle Beteiligten. Wir sind gespannt, wie sich das Experiment entwickelt und wünschen viel Erfolg für die Veranstaltung!

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