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Tweetup mit David Shrigley in der Pinakothek der Moderne

18. März 2014 | 4 Comments
David Shrigley ohne Titel, 2013 © David Shrigley und BQ Berlin

David Shrigley
ohne Titel, 2013
© David Shrigley und BQ Berlin

Was könnte die Fortsetzung unsere outofblue-Experiments sein, – eines “Tweetups in einer Ausstellung, die es nicht gibt”? Ein Tweetup vor Kunst, die nicht direkt abgebildet werden darf! Ein Tweetup vor Kunst, die von einer radikalen Beschränkung gekennzeichnet ist, die nur über wesentliche Bildelemente funktioniert, die häufig mit einzelnen Worten oder knappen Sätzen kombiniert ist? Und die womöglich sogar geheim ist und später zerstört wird? Die Pinakothek der Moderne gibt hier Raum und Möglichkeit im Kontext der Ausstellung “David Shrigley” (11.04.2014 – 10.08.2014).

David Shrigley
Mit seinen cartoonartigen Zeichnungen erlangte der britische Künstler David Shrigley (*1968 in Macclesfield, GB) internationale Berühmtheit. Die Motive, deren lapidare Bild-Schrift-Kombinationen zumeist einen trockenen bis schwarzen Humor entfalten, finden seit den 1990er Jahren in Zeitungen, Magazinen oder auf Postkarten Verbreitung und Anerkennung. Weniger bekannt ist hingegen die mediale Vielfalt von Shrigleys Schaffen, das neben den Arbeiten auf Papier (und einer intensiven Tätigkeit in den sozialen Medien) auch Skulpturen, Wandmalereien, Fotografien, Animationsfilme und Gebrauchsdesign umfasst. Im Sommer 2013 schuf der Künstler in München neben einem Guerilla-Denkmal für Michael Jackson (errichtet von dessen Fans) einen Gedenkort für »Bubbles«, den Schimpansen des »King of Pop«. Ihn hatte Jackson an ein öffentliches Tierheim abgegeben, nachdem »Bubbles« für die Showbühne unberechenbar geworden war. Auf beiläufige Weise eröffnete Shrigley eine öffentliche Diskussion über die Aufgaben eines Monuments und das Verhältnis zwischen kollektivem Gedenken und persönlicher Verantwortung. Die Ausstellung in der Pinakothek der Moderne – David Shrigleys erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum – gibt Einblick in eine künstlerische Weltsicht, die mit feiner Ironie und subversivem Witz die vermeintlichen Gewissheiten des Menschen als große Illusionen entlarvt.

Secret Sculpture
Der Tweetup wird nicht in der Ausstellung von David Shrigley erfolgen, sondern vor deren Eröffnung, in einem geheimen Raum und vor einer “Secret Sulpture”. Diese Skulptur ist im Atelier des Künstlers entstanden und Ende März nach München verbracht worden. Dort wird sie zehn Tage lang in einem verschlossenen Raum der Pinakothek der Modern aufgestellt, um dann zerstört zu werden. Bis dahin wird die “Secret Sculpture” ausschließlich im Medium der Zeichnung (und über den Tweetup im Text) dokumentiert werden: Lediglich 100 ausgewählte Personen – Kinder und Ältere, Laien und Profis, darunter Illustratoren, eine Phantomzeichnerin und ein Gerichtszeichner, sowie die Twitterer – werden die “Secret Sculpture” sehen und in Zeichnungen und Texten festhalten. In diesen Medien wird vieles zusammenfließen: der Wille zu exakter Darstellung, der Ausdruck persönlicher Empfindungen, technische Fähigkeiten, freie, vielleicht auch unbewusste Assoziationen, Empfindungen und Kommentare. Beim Twittern geht es uns um die Übersetzung von Kunst ins begrenzte Wort, um Verdichtung und Kondensation ins Wesentliche. Und natürlich: die Skulptur darf nicht fotografiert werden, – alles passiert nur über das Wort. Es wird also sehr spannend, wie und was uns da gelingen wird!

Termin: 05.04.14, ab 17 h
Ort: Pinakothek der Moderne (Treffpunkt: Rotunde 16.45 h)
Dauer: 60 Minuten
Hashtag: #shrigpin
Twitterwall und weitere Infos zur Ausstellunghttp://www.pinakothek.de/shrigley

Hinweis:

Da für den Tweetup nur 15 Twitterer vor Ort zugelassen sind, ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Die final eingeladenenTwitterer werden von uns dann rechtzeitig per Email benachrichtigt. Wer sich also zur Teilnahme bewerben möchte, kann bis zum 31.03.14 über die Mailadresse info@kulturkonsorten.de gerne mit uns Kontakt aufnehmen (bitte den eigenen Twitternamen nennen).

Zur Pressemitteilung

 

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